82/10 Security-Board geht online | 13.08.2010
Eventfaq hat gestern das “Security-Board” online gestellt: Dies kann über den Button oben rechts erreicht werden.

Die Idee hierzu wurde geboren, nachdem nach dem tragischen Unglück in Duisburg mit 21 Toten der Ruf nach härteren Gesetzen immer lauter wurde. Allerdings sehen wir die Notwendigkeit dafür nicht unbedingt: Härtere oder neue Gesetze können auch nicht verhindern, dass sich der Verantwortliche schlicht nicht daran hält – sei es, weil er es nicht kennt, oder weil er es nicht will. Zudem kann nicht jede Besonderheit bei Veranstaltungen per Gesetz geregelt werden.
Eine Ursache bei vielen Unglücken ist oftmals, dass sich ein Verantwortlicher unsicher war oder sich nicht durchsetzen konnte: Der Bedenkenträger setzt sich schnell dem Ruf aus, eine Spaßbremse zu sein und unnötige Kosten zu verursachen. Insbesondere jüngere Verantwortliche sehen sich dem Totschlag-Argument der oftmals älteren Kollegen “Bei mir ist noch nie was passiert” ausgesetzt.
Hieraus hat sich das Security-Board entwickelt: Wir möchten damit eine Ansprechstation bieten für Verantwortliche aus dem Eventbereich, die sicher- heitsrelevante Bedenken haben und diese klären wollen oder sich gegen andere nicht durchsetzen konnten. Das Security-Board ist nicht dazu da, sich das Leben leicht zu machen und andere nachdenken zu lassen; jeder ist und bleibt selbst verantwortlich. Wer aber “Bauchschmerzen” bei seiner Veranstaltung hat, kann hier Unterstützung suchen.
Beispiele:
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Es gibt Meinungsverschiedenheiten im Organisationsgremium über die Anwend- barkeit der VStättVO oder anderer sicherheitsrelevanter Vorschriften.
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Sie erkennen, dass die Planung nicht ausreichend Fluchtwege, Feuerlöscher usw. vorsieht, aber keiner will etwas ändern.
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Sie haben bei Ihrem Vorgesetzten / Auftraggeber begründete Sicherheitsbedenken angemeldet, stoßen aber nur auf Ablehnung und Desinteresse.
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Ihr Planungen zu sicherheitsrelevanten Maßnahmen werden vom Vorgesetzten oder Auftraggeber ersatzlos über den Haufen geworfen oder so abgeändert, dass aus Ihrer Sicht eine Gefahr besteht.
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Sie erkennen, dass die Planungen vorsehen, dass Arbeitnehmer 10 und mehr Stunden ununterbrochen eingesetzt werden (und dass damit gegen den Arbeitsschutz verstoßen wird).
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Sie erkennen, dass aus Kostengründen zu Lasten der Besucher oder Arbeitnehmer an Sicherheit gespart wird.
Wir leiten die Meldungen bspw. dann nach Absprache an Fachleute weiter, die dann konkrete Unterstützung bieten können. In Sonderfällen bitten wir auch die Haupt- verantwortlichen um Stellungnahme: Dies kann vielleicht schon helfen, da entweder dort das Problem erstmals aufschlägt oder man dort zumindest weiß, später mit dem Argument nicht mehr kommen zu können “Davon wusste ich gar nichts”.
Für Vorschläge und Ideen, wie das Security-Board optimiert werden kann, sind wir dankbar.

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