44/11 Kölner in Düsseldorf | 16.02.2011
Es ist ja offenbar für die Karnevalisten in Düsseldorf schlimm genug, die hohen Sicherheitsanforderungen für ihren Umzug erfüllen zu müssen. Dass jetzt aber auch noch die Kölner Karnevalisten ihre Hilfe angeboten haben, ist für den gemeinen Düsseldorfer schon hart
Der Hintergrund: Aufgrund der Verschärfung der Sicherheitsauflagen sind mehr Fahrzeugbegleiter erforderlich als früher. Und schon früher gab es wohl Schwierigkeiten, ausreichend Personal zusammen zu bekommen. Daher hatten die Kölner Kollegen nun ihre Unterstützung mit eigenem Personal angeboten.
eventfaq-Kommentar
Es ist für größere Veranstaltungen nicht unnormal, dass das Sicherheitspersonal (entweder privat oder) von verschiedenen Unternehmen zusammengewürfelt gestellt wird.
Umso wichtiger ist aber die Koordination dieser verschiedenen Unternehmen:
1.) Arbeitsschutz
Allein schon aus dem Arbeitsschutz gibt es eine gesetzliche Koordinierungspflicht (siehe § 8 ArbSchG). Zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer müssen sich die verschiedenen beteiligten Arbeitgeber untereinander abstimmen. Tun sie dies nicht, haften alle Arbeitgeber bei einem eventuellen Schaden eines Arbeitnehmers als Gesamtschuldner.
Ausführlich zur Koordinationspflicht in meinem Rechtshandbuch der Veranstaltungs- praxis ab Randziffer 834.
2.) Allgemeine Veranstaltungssicherheit
Ein Sicherheitskonzept kann nur vernünftig umgesetzt werden, wenn die beteiligten Personen mitspielen – also genau wissen, was sie wann tun müssen. Je mehr verschiedene Unternehmen es gibt (und/oder Privatleute), desto schwieriger ist die Koordination untereinander. Wichtig ist dann auch, eine klare Hierarchie festzulegen.

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