103/11 Katastrophen auf Veranstaltungen, Teil 2: Panik | 13.04.2011
Immer wieder kommt es bei Veranstaltungen zu tragischen Unglücken, bei denen die freudige Party in einer Tragödie endet. Jedem Veranstalter muss bewusst sein, dass er mit einer Veranstaltung Risiken schafft.
Diese Risiken zu beherrschen, ist wesentliche Aufgabe des Veranstalters. Rechtlich nennt man dies auch “Einhalten der Verkehrssicherungspflichten”. Informationen dazu finden Sie in unserer gleichnamigen Rubrik.
Die größten Tragödien aufgrund von Feuer haben wir im 1. Teil unserer neuen Serie dargestellt.
In diesem 2. Teil finden Sie eine Auflistung von Unglücken aufgrund Panik oder Gedränge. Nicht berücksichtigt sind die zig-tausenden „typischen“ Ohnmachtsanfälle von jugendlichen Besucher(innen) insbesondere bei Boygroup-Konzerten.
- 400 Tote und 750 Verletzte in Phnom Penh / Kambodscha, 2010:
Panik auf schmaler Brücke, die auf das Veranstaltungsgelände des traditionellen Wasserfestes geführt hat.
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54 Tote und 100 Verletzte in Minsk / Weißrussland, 1999:
Panik, die durch Unwetter ausgelöst wird, als ca. 10.000 Festbesucher fluchtartig das Gelände verlassen.
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37 Tote und 15 Verletzte in Peking / China, 2002:
Beim Lantern Festival kommt es zu einem Gedränge.
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36 Tote und 70 Verletzte in Bamako / Mali, 2011:
Panik bei Volksfest.
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21 Tote und 500 Verletzte in Duisburg / Deutschland, 2010:
Panik auf Loveparade auf verstopften Wegen in einem Tunnel.
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21 Tote und 55 Verletzte und Chicago / USA, 2003:
Panik, vermutlich ausgelöst durch den Einsatz von Pfefferspray bei einem Handgemenge.
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21 Tote in Tsiroanomandidy / Madagaskar, 2011:
Am Ende eines Konzerts kommt es offenbar aufgrund des dunklen Ausgangsbereichs zu einer Panik.
- 13 Tote und 44 Verletzte in Durban / Südafrika, 2000:
Nachdem ein Unbekannter einen Tränengasgranate in einer Diskothek zündet, bricht Panik aus.
- 11 Tote und 72 Verletzte in Sanju / Südkorea, 2005:
Vor dem Einlass für ein Konzert kommt es zu einem starken Gedränge der Wartenden.
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19 Tote in Tansania, 2008:
Panik durch Überfüllung, die Diskothek war mit 400 Personen doppelt gefüllt wie zulässig.
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14 Tote und 57 Verletzte in Venezuela, 2001:
Panik durch Überfüllung in Stierkampfarena.
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12 Tote in Mexiko City / Mexiko, 2008:
Bei einer Polizeikontrolle in einer Disko versuchen die 1.000 Besucher das Gebäude panikartig zu verlassen. Unklar ist, ob auch eine Schießerei die Panik (mit-)ausgelöst hat. Der Polizeichef tritt daraufhin zurück, es sterben auch 3 Polizeibeamte.
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11 Tote und 30 Verletzte in Rabat / Marokko, 2009:
Panik beim Weltmusikfestival Mawazine unter 70.000 Besuchern, nachdem ein Absperrgitter einstürzte.
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10 Tote in Johannesburg / Südafrika, 2010:
Panik bei Silvesterfeier.
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10 Tote in Pekalongan / Indonesien, 2006:
Nach Konzertende kommt es an den Ausgängen zu einer Panik. Offenbar befanden sich fast doppelt so viele Menschen im Stadion wie erlaubt.
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10 Tote in Jakarta / Indonesien, 2004:
Panik bei Rockkonzert.
- 10 Tote, mehrere Verletzte in Bandung / Indonesien, 2008:
Am Ende eines Konzerts kommt es beim Verlassen der Veranstaltungsstätte zu einer Panik.
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9 Tote und 110 Verletzte in Akashi / Japan, 2001:
Gedränge auf einer Fußgängerbrücke zum Veranstaltungsgelände.
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9 Tote in Roskilde / Dänemark, 2000:
Panik im Zuschauerbereich beim Auftritt der Band Pearl Jam auf dem Roskilde Festival.
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7 Tote und 32 Verletzte in Sfax / Tunesien, 2007:
Gedränge bei „Star Academy“ im Zuschauerbereich vor der Bühne bei Konzertbeginn.
- 7 Tote und 30 Verletzte in Brazzaville / Kongo, 2011:
Beim 8. Pan-African Music Festival kommt es außerhalb des Festivalgeländes zu einem Gedränge.
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7 Tote und 20 Verletzte in Sofia / Bulgarien, 2001:
Panik, nachdem Besucher auf einer vereisten Eingangstreppe ausrutschten.
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5 Tote und 38 Verletzte in Innsbruck / Österreich, 1999:
Panik auf einem Ausgangsweg aus Skistadion, nachdem Besucher ins Rutschen gekommen waren.
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5 Tote und 32 Verletzte in Brest / Frankreich, 2002:
Gedränge an den Ausgängen.
- 5 Tote und 10 Verletzte in Juliaca / Peru, 2008:
Nach der Explosion einer Tränengasgranate kommt es zu einer Panik.
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4 Tote und 70 Verletzte in Südkorea, 2009:
Panik durch Feuer auf Volksfest.
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4 Tote und 8 Verletzte in Jekaterinenburg / Russland, 2009:
Gedränge, ausgelöst durch die Ansage des Veranstalters, dass diejenigen keinen Eintritt würden zahlen müssen, die binnen 30 Minuten drin seien.
- 3 Tote in Arad / Israel, 1995:
Bei einem Rockkonzert kommt es zu einer Panik, da offenbar das Stadion zu klein für die Besuchermenge war, bei der die Opfer totgetrampelt werden.
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3 Tote, viele Verletzte in Budapest / Ungarn, 2011:
Panik, ausgelöst durch eine Massenschlägerei.
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2 Tote und 30 Verletzte in Bouake / Elfenbeinküste, 2010:
Panik, nachdem Besucher nahezu zeitgleich durch einen Eingang strömten.
- 2 Tote und 15 Verletzte in Ouagadougou / Burkina Faso, 2005:
Auf dem Festival „Panafricain du Cinéma et de la Télévision de Ouagadougou“ kommt es bei der Eröffnungsveranstaltung zu einer Panik.
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2 Tote in Donington / England, 1988:
Nach vorne strömende Besuchermenge erdrückt während der Show von Guns N´Roses beim Monsters of Rock-Festival zwei Fans an den Absperrungen.
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1 Tote und 300 Verletzte in Düsseldorf / Deutschland, 1997:
Gedränge im Stadion-Innenraum beim Jubiläums-Konzert der Toten Hosen. Die Tote war vermutlich ausgerutscht und unter den Besuchermassen erstickt.
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1 Tote in Sydney / Australien:
Gedränge bei Konzert, angeblich angeheizt durch die Band.
- 500 Verletzte in München / Deutschland, 1992:
Bei einem Auftritt von Michael Jackson drückt die Besuchermenge nach vorne gegen die Absperrgitter.
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150 Verletzte in Hamburg / Deutschland, 2009:
Gedränge bei Autogrammstunde und anschließendem Konzert der Band US5, viele der Verletzten werden von der Menge gegen Barrikaden gedrückt.
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80 Verletzte in Oberhausen / Deutschland, 2011:
Panik bei Autogrammstunde von DSDS, nachdem ca. 4 Mal mehr Besucher erschienen waren als erwartet.
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63 Verletzte in Amsterdam / Niederlande, 2010:
Panik bei Gedenkfeier, ausgelöst durch angeblichen Bombenfund.
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60 Verletzte in Birmingham / England, 2009:
Panik, als zu Konzertbeginn die Zuschauermenge nach vorne drückt und das Absperrgitter umkippt. 20.000 Besucher waren zum kostenfreien Konzert u.a. der Sugababes und Natalie Imbruglia erschienen.
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56 Verletzte in Böblingen / Deutschland, 1984:
Panik bei einem Depeche Mode-Konzert, nachdem ein Besucher eine Rauchbombe zündet.
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45 Verletzte in Glasgow / Schottland, 2001:
Starkes Gedränge im Zuschauerbereich bei Konzert.
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30 Verletzte in Washington / USA, 2002:
Drängelei vor der Bühne bei Konzertauftritt von Eminem.
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22 Verletzte in Leeds / England, 2003:
Besucher drängten nach vorne zur Bühne gegen die Absperrungen.
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20 Verletzte in Vancouver / Kanada, 2010:
Auf einer Olympia-Party mit der Band Alexisonfire drängen Besucher zur Bühne vor, das Absperrgitter kippt um.
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20 Verletzte in Zürich / Schweiz, 2009:
Gedränge vor Diskothek bringt Geländer zum Umstürzen, weshalb Besucher knapp 2 Meter tief in einen Graben fallen.
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18 Verletzte in Bochum / Deutschland, 2010:
Gedränge bei einer Autogrammstunde von DSDS.
- 10 Verletzte in Sydney / Australien, 2011:
Bei einem Auftritt von Justin Bieber kam es zu einem Gedränge der wartenden Fans, die Polizei musste die Veranstaltung abbrechen.
- 7 Verletzte in Kansas City / USA, 2003:
Bei einem Konzert von Marilyn Manson kommt es zu Krawallen unter 3.000 der 12.000 Fans, das Konzert wird zweimal unterbrochen, dann abgebrochen. Security alarmieren 130 Polizeikräfte.
- 5 Verletzte in St. Pauli / Deutschland, 2010:
Nach einer Messerstecherei kommt es zu einer Panik. Bei Personalienaufnahme versucht die Polizei die Türen zuzuhalten, während Gäste nach draußen drängen.
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Mehrere Verletzte in Tübingen / Deutschland, 2008:
Neueröffnung einer Versammlungsstätte führt zu unerwartet großem Andrang; im Gedränge kommt es zu Verletzungen.

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