102/10 Rettungswege auf Kirmes | 03.09.2010
Das Portal www.eventtechniker.de weist auf einen Bericht der Kölnischen Rundschau hin, nach dem der Chef der Feuerwehr Bonn ein Sicherheitskonzept für die bald stattfindende Kirmes “Pützchens Markt” erstellt hat, das u.a. auf die Vorkommnisse bei der Loveparade in Duisburg reagiert.
Die Hauptforderung des Konzepts:
- Mehr Rettungswege: u.a. maximale Fluchtweglänge 60 Meter, entgegengesetzte Ausgänge, Mindestbreite immer 1,20 Meter, normale Wegbreite 6 Meter.
- Anforderungen an die Bauten: Mindestens 5 Meter Abstand zwischen den Kirmesbuden; Verringerung auf 2 Meter, wenn eine Brandsicherheitswache gestellt wird; keine Überbauten unter 4 Meter.
- Weniger Stände.
- Geringere Besucherdichte.
Lesen Sie den ganzen Beitrag in der Kölnischen Rundschau (hier klicken).
Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Dem Bericht der Kölnischen Rundschau jedenfalls ist zu entnehmen, dass nicht jeder Beteiligte und Unbeteiligte dem Feuerwehrchef und sein Konzept lieb gewonnen hat. So soll der CDU-Fraktions- vorsitzende in Beuel gesagt haben, dass Verbesserungen und Änderungen möglich seien, er aber auch davor warnt, dass es nach so vielen jahren erfolgreichens und reibunglosen Ablaufs der Großveranstaltung keinen Grund für die “Holzhammer-Methode” gebe.
Diesbezüglich sei daran erinnert, dass vor dem 24.07.2010 in Duisburg die Loveparade erfolgreich und (mehr oder weniger) reibungslos verlaufen war. Es liegt in der Natur der Sache, dass es immer ein erstes Mal geben muss; das Argument, “das war schon immer so”, darf kein Argument sein, Sicherheitsbedenken außen vor zu lassen. Nichts desto trotz muss natürlich gerpüft werden, ob und welche Sicherheitsanforderungen sinnvoll sind vor dem Hintergrund: Der Veranstalter muss das Zumutbare und Erforderliche tun, um Schaden von seinen Besuchern abzuhalten.

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